Jan 13 2010

Weinverkostung

Die Weinverkostung wird auch Weinprobe, oder Degustation genannt.

Diese Weinproben werden entweder von Sommeliers, oder von Weinfreunden veranstaltet. Sommeliers arbeiten in einem Weinhandel, oder in einem Restaurant und empfehlen Weine. In jedem Stadium der Weinbereitung ist eine Verkostung nötig um dem Geschmack und auch das Gebinde zu überprüfen. Schon in der Kellerei werden proben den Fässern entnommen und gekostet, aber auch Laboruntersuchungen werden durchgeführt. Man muss davon ausgehen, dass der gleiche Wein sich in jeden Tank, oder Fass anders entwickelt und somit den Geschmack, aber auch den Geruch beeinflusst. Bei offiziellen Qualitätsweinen muss der Wein eine Prüfung ablegen um eine Prüfungsnummer zu erhalten. Dazu gehört auch, dass Weinexperten den Wein blind kosten müssen.

Kauft man den Wein direkt bei dem Hersteller kann und sollte man dort immer den Wein vorher probieren. Dafür gibt es häufig sogar sogenannte Probierzimmer. Dort stehen sämtliche Weine in verschiedensten Preisklassen zum Kosten bereit. Es gibt selbstverständlich auch Fälle bei denen der Kunde sehr zeitintensiv alles Preiskategorien der Weine probiert, aber nur sehr wenig, oder keinen Wein kauft. Diese Personen nennt man Schnutentunker.

Es gibt auch bezahlte Weinproben. Bei denen wird kein Kauf der Kunden erwartet, aber es handelt sich dennoch um verkaufsfördernde Maßnahmen. Es gibt solche Weinproben auch direkt bei dem Hersteller. Sollte das der Fall sein ist es oft mit einer Kellerführung und einer Kellerkostung verbunden.

Die Zusammenstellung der Weine für eine Weinprobe ist bereits eine Kunst für sich. Selbstverständlich muss eine gewisse Grundstruktur vorher mit dem Kunden abgesprochen werden. Dann stellt sich die Frage nach Geschmack und Preiskategorie. Gewisse Qualitätsstufen werden zur Verkostung bereitgestellt. Von einem einfachen Qualitätswein bis hin zur Auslese. Es können verschiedene Rebsorten angeboten werden, aber auch die Lagerdauer des Weines spielt eine Rolle bei dem Geschmack und selbstverständlich auch bei der Qualität. Es können trockene Weine probiert werden, halbtrockene, oder auch süßliche Weine. Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein.

Es ist allerdings nicht üblich mehr als 10, oder 12 verschiedene Weine anzubieten.

Die Experten beurteilen den Wein nach Auge, Nase, Zunge und Abgang. Abgang nennt sich der Geschmack nachdem der Wein den Mund bereits verlassen hat.

Oft werden die Weine verkostet ohne das Etikett der Flasche öffentlich zu zeigen. So wird der Eindruck des Kosters nicht getrübt und er verlässt sich ganz auf seinen Geschmack ohne voreingenommen zu sein. Eine solche Verkostung nennt man auch Blindprobe.

Die Geschmacksrichtungen bei Weinen lassen sich mit verschiedenen Wörtern charakteristisch bezeichnen. Ein Wein kann blumig sein, holzig, fruchtig, oder auch würzig.

Begeben Sie sich doch einmal auf solch ein kulinarisches Erlebnis und machen Sie eine Weinprobe bei einem Hersteller, oder versuchen Sie eine Blindprobe mit mehreren Weinen. Vielleicht kosten Sie blind einen Schluck Ihres Lieblingsweines und beschreiben ihn in Worten.